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Interview: Mit Innovationen Krisen meistern

Sehr geehrter Herr Schaal, im letzen Jahr haben Sie zusammen mit der K.O.M. GmbH aus Allensbach zum ersten Mal den Konstanzer Unternehmertag (KN-UT) durchgeführt? Wie waren Ihre Eindrücke?

Rückblickend kann ich sagen, dass wir unsere eigenen Erwartungen übertroffen haben. Unser neu entwickeltes Konzept wurde inhaltlich sehr gut aufgenommen und wir konnten unsere Zielgruppe der Fach- und Führungskräfte nicht nur erreichen, sondern auch ausnahmslos begeistern. Besonders der Einsatz von Thementischen als Orte der Diskussion fand sowohl bei den Teilnehmern als auch bei uns als Veranstaltern viel Zustimmung. Hier wurden tolle Ideen ausgearbeitet und viele Kontakte geknüpft. Als sehr positiv haben sich auch die Kontakte der K.O.M. GmbH erwiesen, da diese maßgeblich zu der hochkarätigen Besetzung des KN-UT beigetragen haben.

Der Andrang auf dem Unternehmertag war enorm. Hatten Sie mit einem so großen Erfolg gerechnet?

Bei einem neuen Konzept ist es natürlich immer schwierig Fuß zu fassen und sich von anderen Veranstaltungen abzugrenzen. Ich denke aber, dass wir unsere Alleinstellungsmerkmale gewinnbringend einsetzen konnten und der Erfolg für sich spricht. Von den Teilnehmern haben wir jedenfalls nur positive Rückmeldungen bekommen.

Wie waren die Rückmeldungen von den Referenten und Teilnehmern? Konnten die Besucher aus den Vorträgen Erfahrungen sammeln?

Die Resonanz war sowohl von den Tagungsteilnehmern als auch von den Referenten sehr positiv. Gerade die Teilnehmer haben uns die Rückmeldung gegeben, viel Neues und Spannendes erfahren zu haben, was sie in Zukunft auch in ihrem Unternehmen gewinnbringend einsetzen werden. Unsere Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis geht damit voll auf.

Der erste Konstanzer Unternehmertag stand unter dem Motto „Innovationen meistern Krisen“. Denken Sie, wir haben die Krise bereits gemeistert?

Ich gehe davon aus, dass wir die Wirtschaftskrise noch nicht überwunden haben, sondern uns derzeit noch mitten in der Krise befinden. Die positiven Impulse aus unserem Finanzsystem lassen zwar Hoffnungen aufkeimen, aber bisher gibt es meiner Meinung nach noch keine passenden Alternativen solche Krisen in Zukunft zu unterbinden. Was uns fehlt sind klare neue Regelungen und Gesetze, damit solche dramatischen Zusammenbrüche von ganzen Wirtschaftszweigen nicht noch einmal passieren können.

Wo sehen Sie den Wirtschaftsstandort Konstanz momentan? Spüren Sie mehr die Ängste der Unternehmen oder eine Veränderung hin zum positiven?

Der Strukturwandel von einem ehemaligen Produktionsstandort der Textilindustrie zum zukunftsträchtigen Dienstleistungsstandort läuft bei uns bereits seit vielen Jahren und spiegelt sich auch in dem steigenden Anteil der Beschäftigten im tertiären Sektor wider. Im Jahr 2008 gingen bei uns  77,6% der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten einer Tätigkeit im Dienstleistungssektor nach.
Heute ist die Stadt Konstanz ein Standort mit exzellenter Forschung, neuen, zukunftsweisenden Technologien und einer gesunden Mischung aus Großunternehmen mit Weltruf (z.B. Nycomed und Siemens) und kleinen und mittleren Unternehmen mit hoher Innovationskraft. Und trotz der Wirtschaftskrise können wir derzeit eine gute Positionierung unseres Wirtschaftsstandorts feststellen. Bezüglich der zukünftigen Entwicklung braucht Konstanz jedoch auch Mut, z.B. vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um das Konzert- und Kongresshaus („Wer nichts wagt, der nichts gewinnt“).

Für dieses Jahr ist ja bereits der 2te Konstanzer Unternehmertag geplant. Welchen Titel und welche Schwerpunkte haben Sie sich dieses Jahr gesetzt?

Unser 2. KN-UT ist für das 4. Quartal 2010 geplant und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Als Arbeitstitel haben wir uns für das Thema „Innovation im Gesundheitsmarkt“ entschieden, die Unterthemen sind noch in der Findungsphase, bewegen sich aber in den Bereichen Forschung, Management und Technologie. Gerade in diesen Bereichen können wir neben der K.O.M. GmbH mit unserem LifeScience Healthcare Netzwerk BioLAGO einen kompetenten und erfahrenen Partner aufbieten.

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