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Vermögensverwaltung in der Krise

NEUNsight Live sprach mit Michael Reuss, Geschäftsführender Gesellschafter und Mitgründer von Huber, Reuss & Kollegen, einer renommierten unabhängigen Vermögensverwaltung, über die Folgen der Wirtschaftskrise und die aktuelle Situation auf dem Finanzmärkten.

Sehr geehrter Herr Reuss, könnten Sie sich und Ihr Unternehmen kurz vorstellen.

Mein Name ist Michael Reuss und ich bin Geschäftsführender Gesellschafter und einer der Gründer von Huber, Reuss & Kollegen. Mit zwei weiteren Kollegen haben wir vor 10 Jahren die unabhängige Vermögensverwaltung gegründet ,um genau das für unsere Kunden umzusetzen, was für uns oberste Priorität hat, unsere Mandanten nachhaltig zu beraten und Ihnen  nicht etwas zu verkaufen. Huber, Reuss und Kollegen steht für eine eher konservative und langfristig ausgerichtete Vermögensstrategie mit Absolut-Return Orientierung. Wir machen es uns zum Ziel, maßgeschneiderte individuelle Lösungen für unsere Kunden anzubieten, die transparent, nachvollziehbar und optimal recherchiert sind. Der Werterhalt und auch der Kaufkrafterhalt stehen bei unseren Anlagestrategien an vorderster Stelle.

Welche besonderen Leistungen bieten Sie potentiellen Anlegern?

Unseren Anlegern bieten wir vor allem Kompetenz, die sich im Track Record der letzten Jahre zeigt. Wir können für unsere Kunden kontinuierlich ausgezeichnete Leistungen vorweisen und das über lange Jahre. Dies lässt sich unter anderem dadurch beweisen, dass wir der erfolgreichste Teilnehmer seit Bestehen des DAB/NTV Depotkontest sind und im Elite Report als einer der besten Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet wurden. Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass eine Anlageentscheidung nur dann getroffen wird, wenn wir von der Qualität der Anlage überzeugt sind und unser eigenes Vermögen ebenso investieren würden. Mit unserem weitverzweigten, kompetenten Expertennetzwerk werden alle Anlagemöglichkeiten analysiert und fortlaufend überprüft. Gerade in der heutigen Zeit sind wir mehr denn je auch als Risikocontroller gefordert, der weit über den Tellerrand hinausblickt und die oft sehr komplexen Vermögenswerte der Kunden überwacht.

Denken Sie, dass die Nachrichten in der Wirtschaftskrise und das ständige Auf und Ab bei vielen großen Unternehmen die Anleger verunsichert haben?

Natürlich sind die Anleger stark verunsichert und viele davon haben auch erkannt, dass Sie nicht bereit sind die enorme Volatilität der Märkte mitzutragen. Deshalb steht bei den meisten Anlegern der Kapitalerhalt, Inflationsschutz und auch Kaufkrafterhalt im Vordergrund. Wir sind als Vermögensverwalter gefordert dem Kunden in diesen Zeiten vor allem Nähe, Transparenz und Informationen zu geben. Die Finanzmärkte stecken in einer Vertrauenskrise, wo wir die Verpflichtung sehen. den Kunden noch intensiver zu betreuen und zu informieren. Wir haben also eine große Verpflichtung: Das Vertrauen unserer Kunden!

Welche Meinung vertreten Sie zur aktuellen Lage auf den Aktienmärkten?

Kurzfristig dürften die Aktienmärkte in den nächsten Monaten enttäuschen. Mittelfristig muss sich aber jeder Kapitalanleger die Frage stellen, was ihm mehr Sicherheit gibt, Aktien von Unternehmen „die die Welt braucht“, oder Anleihen von Industriestaaten, die eine ausufernde Verschuldung vorweisen. Wir halten in unseren Portfolien entsprechende Aktienquoten und sichern das Gesamtmarktrisiko von Zeit zu Zeit über entsprechende Instrumente ab, um die Volatilität möglichst gering zu halten und trotzdem eine attraktive Rendite zu erzielen.

Der drohende Staatsbankrott Griechenlands und die weiteren Schreckensmeldungen über weitere bedrohte Staaten waren ein großes Thema in den letzten Wochen. Denken Sie, die derzeit erarbeiteten Lösungen können wirklich eine positive Stimmung erzeugen?

JA und Nein. Wir vertreten die Meinung, dass Griechenland seine Schulden nicht mehr bedienen kann und es hier mittelfristig eine Lösung über ein Schuldenmoratorium geben muß. Die Lage in den anderen Staaten ist zwar ernst, aber nicht auswegslos. Die jüngsten Sparmaßnahmen, sofern sie auch konsequent umgesetzt werden, gehen unter Stabilitätsgesichtspunkten in die richtige Richtung. Die Grundstimmung an den Märkten wird aber aufgrund der anhaltenden Unsicherheit weiter nervös bleiben und von einer positiven Stimmung am Markt sind wir weit entfernt.

Für Sie als Vermögensverwaltung muss es doch eine schwierige Situation darstellen, wenn man seine verunsicherten Kunden halten will. Was tun Sie derzeit aktiv um das Vertrauen zu stärken?

Wir tun genau das, was wir immer für unsere Kunden tun, wir sind der vertrauensvolle Partner in allen Lebens- und Marktlagen. Im Moment sind wir noch stärker damit beschäftigt unsere Mandanten zu informieren was an den Märkten passiert und welche Auswirkungen wir für die Zukunft erwarten. Da wir aktuell aus unserer Sicht einen Paradigmenwechsel an den Märkten haben ist uns dies sehr wichtig.

Ihren Mitarbeitern fällt die Aufgabe zu, die Kunden zu beraten und zu überzeugen. Haben Sie in der Krise besondere Maßnahmen ergriffen, um diese Mitarbeiter entsprechend zu schulen?

Unsere Berater sind allesamt schon lange Jahre im Finanzbereich tätig und haben die meisten ihrer Kunden schon mehrmals erfolgreich durch einige Krisen geführt. Kompetenz geballt mit Erfahrung sind das Geheimnis. Was auch ganz wichtig ist, ist das „Einfühlungsvermögen“ dem Kunden zuzuhören, welche Ziele dieser hat und wo seine Ansprüche und Sorgen liegen.

Welchen Anteil hat die Psychologie in der derzeitigen Krise? Denken Sie, dass die Menschen sich unnötige Sorgen für die Zukunft machen?

Die Psychologie hat einen großen Anteil an der derzeitigen Krise, denn die Börse wird immer wieder getrieben von Massentrends, Angst, Gier und Panik. Der neue Markt in den 90er Jahren z. B., war ein fundamental unbegründeter Trend, der von Gier getrieben wurde und letztlich in Angst und Panik geendet hat. Heute zählen wieder Werthaltigkeit und vor allem Nachhaltigkeit und Transparenz. Und wer sich und sein Vermögen rechtzeitig auf mögliche Neuordnungen am Kapitalmarkt vorbereitet, braucht sich nach unserer Meinung keine Sorgen zu machen.

Was würden Sie denn unseren Lesern in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation raten?

Durch die Unwägbarkeiten der aktuellen Situation ist das oberste Gebot sein Vermögen breit zu diversifizieren und keine Klumpenrisiken einzugehen. Flexibilität gilt es unter allen Umständen zu erhalten und die Kunst wird es sein, sich zeitnah auf das sich abzeichnende Szenario im richtigen Moment auszurichten. Dabei gilt unser Augenmerk mehr denn je  Kapitalanlagen mit Qualität und Bonität. Der Vermögens- und Kaufkrafterhalt wird zukünftig die bedeutendste Rolle spielen.

Vielen Dank für das Interview.

Weitere Informationen zu Michael Reuss und Huber, Reuss & Kollegen erhalten Sie unter www.hrkvv.de.
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