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Flugzeuge im Bauch

In unserer modernen Welt ist das Flugzeug mittlerweile zu einem der wichtigsten Verkehrs­mittel geworden. Marktanalysen zeigen eindeutig: die hohen prognostizierten Wachstumsraten im zivilen Luftverkehr werden sich bestätigen. Ursächlich für diesen erwarteten Anstieg sind die zunehmende Liberalisierung auf dem europäischen und innerdeutschen Luftverkehrsmarkt, die Preis- und Angebotsentwicklung, eine steigende Anzahl von Geschäftsreisen und nicht zuletzt auch das Urlaubsverhalten der Reisenden. Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach ergab, dass 29 % der Befragten in den letzten 12 Monaten ein Flugzeug für ihre Geschäfts- oder Privatreisen genutzt haben.

Für viele wird der Traum vom Fliegen jedoch zum Albtraum, denn sie leiden unter Aviophobie, der Angst vor dem Fliegen. Berichte von Menschen, die Flugangst haben, existieren seit Beginn der Luftfahrt. Anfangs schien diese Angst noch verständlich, durch technische Fortschritte änderte sich jedoch die öffentliche Meinung: Das Fliegen wurde sicherer und diejenigen, die weiterhin Angst davor hatten, wurden als krank bezeichnet. Dabei ist Flugangst ein weit verbreitetes Phänomen. 10 – 40 % der Bevölkerung in Industrieländern empfindet beim Fliegen unterschiedlich stark ausgeprägte Angst. Weiterhin haben die Allensbacher Meinungsforscher herausgefunden, dass 16 % der Deutschen beim Fliegen Angst haben und weitere 22 % dabei ein Unbehagen empfinden.

Flugangst

Flugangst macht sich bei den Betroffenen körperlich, gedanklich und im Verhalten bemerkbar. Körperlich können eine Reihe von Reaktionen auftreten, u. a. Herzrasen, Atemnot, Schweißausbrüche, Mundtrockenheit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Hitzewallungen oder Kälteschauer, Taubheit der Finger und Zehen und eine allgemein hohe Muskelanspannung. Die Gedanken kreisen meist um spezielle Befürchtungen in Verbindung mit der Flugsituation, etwa die Vorstellung, die Triebwerke könnten ausfallen oder das Flugzeug könnte durch Turbulenzen beschädigt werden. Auch auf die eigene Person bezogene Gedanken können auftreten, beispielsweise die Kontrolle über sich zu verlieren oder zu sterben. Das Verhalten einer flugängstlichen Person kann hektisch und ziellos sein. Auch Aggressionen gegenüber dem Flugpersonal oder mitreisenden Passagieren können ein Hinweis auf Flugangst sein. Durch Alkohol oder Beruhigungsmittel wird häufig der Versuch unternommen, sich zu betäuben. Nachdem sie ihre Flugangst jahrelang ertragen haben, vermeiden viele Betroffene das Fliegen schließlich vollständig.

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